Wenn die Mut­ter nach einer Schei­dung und Wie­der­ver­hei­ra­tung bean­tragt (Gesuch um Namens­än­de­rung, ZGB 30 I), die Kin­der nicht mehr mit dem gesetz­li­chen Namen (dem Namen des Exman­nes) zu benen­nen, son­dern mit dem Namen des neu­en Ehe­manns, so kann dies den Vater der Kin­der in sei­ner Per­sön­lich­keit ver­let­zen.

Das Inter­es­se der Kin­der, nach dem Ersatz­va­ter zu hei­ssen, war nicht aus­rei­chend, um den Ein­griff in die Per­sön­lich­keit des Vaters zu recht­fer­ti­gen.

Die Mut­ter der Kin­der nann­te die bei­den Kin­der bereits mit den Fami­li­en­na­men des neu­en Man­nes — aber nicht als Pseud­onym (was zuläs­sig wäre), son­dern anstel­le des gesetz­li­chen Namens (was nicht zuläs­sig war).

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.