Das Bun­des­ge­richt schützt das Ver­bot der Wer­bung für zwei ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Medi­ka­men­te auf www​.migrae​ne​.ch gestützt auf HMG 32 II a und AWV 2 a als ver­fas­sungs­kon­form (BV 27, Wirt­schafts­frei­heit; nicht dass der Ent­scheid andern­falls hät­te auf­ge­ho­ben wer­den kön­nen, BV 190). Das gilt auch für das Ver­bot nur indi­rek­ter Wer­bung (AWVII c e con­tra­rio).

Im vor­lie­gen­den Fall war die Infor­ma­ti­on zwar nicht per se Wer­bung, son­dern eher eine sach­be­zo­ge­ne Infor­ma­ti­on, weil meh­re­re gegen Migrä­ne wirk­sa­me Sub­stan­zen genannt wur­den und auf die Sub­stanz, die in zwei Medi­ka­men­ten von Gla­co Smit­h­Kli­ne ent­hal­ten ist, nur in einem ein­zi­gen Satz hin­ge­wie­sen wor­den war. Die Vor­in­stanz durf­te die Infor­ma­ti­on aber den­noch als unzu­läs­si­ge Publi­kums­wer­bung betrach­ten, weil die frag­li­che Sub­stanz als letz­tes Mit­tel für Fäl­le emp­foh­len wur­de, wo ande­re Schmerz­mit­tel nicht mehr aus­rei­chen, und weil die­se Sub­stanz in einem wei­te­ren Arti­kel auf www​.migrae​ne​.ch emp­foh­len wur­de. Der Ent­scheid sei “streng”, aber noch zuläs­sig.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.