Ausle­gung der AVB eines Ver­sicher­ers im Bere­ich der dem VVG unter­ste­hen­den Zusatzver­sicherung nach Ver­trauen­sprinzip und der Unklarheits- und Ungewöhn­lichkeit­sregel. Die Klausel, wonach die Kosten für die Behand­lung in einem Spi­tal in der ganzen CH getra­gen wer­den, muss so ver­standen wer­den, dass sie nur für Kranken­häuser gelte, mit denen ein Tar­ifver­trag gemäss den gle­ichen AVB beste­he. Der Ver­sicherte unter­wirft sich den ganzen AVB, ein­schliesslich des Vor­be­halts des Tar­ifver­trags und damit der Frei­heit des Ver­sicher­ers, den Kreis der Leis­tungser­bringer selb­st zu bes­tim­men.

Etwas anderes fol­gte auch nicht aus der Über­gangs­bes­tim­mung (KUVG -> KVG) von KVG 102 II (Bestandes­garantie).

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.