Das Bun­des­ge­richt ist mit Urteil vom 2. Juli 2009 (1B_184/2009) auf eine Beschwer­de nicht ein­ge­tre­ten, mit der die Aus­wechs­lung des amt­li­chen Ver­tei­di­gers in einem Straf­ver­fah­ren wegen Betrugs begehrt wur­de. In die­ser Ent­schei­dung ver­weist das Gericht auf sei­ne bis­he­ri­ge Recht­spre­chung:

Die Abwei­sung eines Gesuchs um einen Wech­sel des Offi­zi­al­ver­tei­di­gers hat, beson­de­re Umstän­de vor­be­hal­ten, kei­nen nicht wie­der gut­zu­ma­chen­den, recht­li­chen Nach­teil zur Fol­ge. Die Beein­träch­ti­gung des Ver­trau­ens­ver­hält­nis­ses zwi­schen dem Gesuch­stel­ler und dem Ver­tei­di­ger ver­un­mög­licht eine wirk­sa­me Ver­tei­di­gung in aller Regel nicht. Der bis­he­ri­ge Offi­zi­al­ver­tei­di­ger bleibt ver­pflich­tet, im Ein­ver­neh­men mit dem Man­dan­ten oder in des­sen mut­mass­li­chem Inter­es­se eine geeig­ne­te Ver­tei­di­gungs­stra­te­gie fest­zu­le­gen und die­se im Ver­fah­ren zu ver­tre­ten.“

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.