Wie einer auf heu­te datie­ren­den Medi­en­mit­tei­lung des Eid­ge­nös­si­schen Depar­te­ments für aus­wär­ti­ge Ange­le­gen­hei­ten (EDA) zu ent­neh­men ist, hat das Bun­des­straf­ge­richt am 14. Juli 2009 ent­schie­den, dass die Blockie­rung der Mobu­to-Gel­der nach nun­mehr zwölf Jah­ren auf­ge­ho­ben wer­den muss.

Am 30. April 2009 hat­te der Bun­des­rat beschlos­sen, die Gel­der des ver­stor­be­nen Maré­chal Mobutu in Höhe von 7 Mio. Fran­ken wei­ter zu sper­ren, solan­ge ein Rechts­ver­fah­ren vor dem Bun­des­straf­ge­richt hän­gig ist, spä­te­stens aber bis zum 31. Okto­ber 2009. Das Gericht hat vor­ge­stern beschlos­sen, der Auf­sichts­be­schwer­de kei­ne Fol­ge zu lei­sten. Damit läuft die Blockie­rung der Poten­ta­ten­gel­der aus der Demo­kra­ti­schen Repu­blik Kon­go aus. Das EDA hat die betrof­fe­nen Ban­ken und Par­tei­en gestern über ihre Anwäl­te ent­spre­chend infor­miert.

Die Tat­sa­che, dass die seit 1997 blockier­ten Mobutu-Gel­der nun zurück­ge­ge­ben wer­den müs­sen, bestä­tigt laut EDA die Not­wen­dig­keit einer Anpas­sung der Schwei­zer Gesetz­ge­bung im Bereich „Rück­ga­be von Poten­ta­ten­gel­dern“ (wei­te­re Infor­ma­tio­nen dazu fin­den sich hier). Aus die­sem Grund beauf­trag­te der Bun­des­rat das EDA am 5. Dezem­ber 2008, einen Geset­zes­ent­wurf vor­zu­le­gen, der die Beschlag­nah­me und Rück­erstat­tung von unrecht­mä­ssig erwor­be­nen Ver­mö­gens­wer­ten von sog. poli­tisch expo­nier­ten Per­so­nen (PEP) erlaubt. Die Vor­ar­bei­ten zu die­sem Gesetz dau­ern an; mit einem Ent­wurf kann näch­stes Jahr gerech­net wer­den.

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.