Ende März 2009 hat die Schweiz das Pari­ser Über­ein­kom­men und das Brüs­se­ler Zusatz­über­ein­kom­men rati­fi­ziert. Die­se Über­ein­kom­men ver­bes­sern bei einem nuklea­ren Unfall im Aus­land den Opfer­schutz in der Schweiz. Mit der Total­re­vi­si­on des Kern­ener­gie­haft­pflicht­ge­set­zes, das vom Par­la­ment am 13. Juni 2008 ver­ab­schie­det wur­de, konn­ten nun die Revi­si­ons­pro­to­kol­le zum Pari­ser Über­ein­kom­men und zum Brüs­se­ler Zusatz­über­ein­kom­men rati­fi­ziert wer­den.

Das neue Kern­ener­gie­haft­pflicht­ge­setz kann aller­dings erst in Kraft gesetzt wer­den, wenn das Revi­si­ons­pro­to­koll zum Pari­ser Über­ein­kom­men in Kraft tritt. Das kann nicht gesche­hen, bevor nicht min­de­stens zwei Drit­tel der 15 Unter­zeich­ner­staa­ten (davon 13 EU-Staa­ten) rati­fi­ziert haben. Der Rat der EU hat ent­schie­den, dass alle EU-Unter­zeich­ner­staa­ten das Pari­ser Über­ein­kom­men gemein­sam rati­fi­zie­ren müs­sen. Weil die Vor­aus­set­zun­gen dazu erst in fünf die­ser EU-Staa­ten­er­füllt sind, kann es dau­ern, bis das Revi­si­ons­pro­to­koll zum Pari­ser Über­ein­kom­men in Kraft tre­ten kann.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.