Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat eine durch die ETH aus­ge­spro­che­ne Kün­di­gung trotz einer Zer­rüt­tung des Ver­trau­ens­ver­hält­nis­ses als nich­tig iSv BPG 14 I b erach­tet, weil die ETH die Gene­ral­di­rek­to­rin des Insti­tuts, an wel­chem der ehe­ma­li­ge Arbeit­neh­mer beschäf­tigt war, selbst zur Kon­flikt­si­tua­ti­on bei­ge­tra­gen hat­te. Zudem hat­te die ETH vor der Ent­las­sung des Mit­ar­bei­ters kei­ne Mass­nah­men zur Ent­span­nung der Kon­flikt­si­tua­ti­on getrof­fen.

Der Mit­ar­bei­ter muss­te den­noch nicht wei­ter­be­schäf­tigt wer­den, weil eine Wei­ter­be­schäf­ti­gung für die ETH unmög­lich bzw. unzu­mut­bar gewe­sen wäre. Er erhielt aber eine Abgangs­ent­schä­di­gung nach BPG 19 II iVm PVO-ETH 49, die zusätz­lich zur Lohn­fort­zah­lung geschul­det war.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.