Der Bun­des­rat hat am heu­ti­gen Frei­tag eine Bot­schaft und einen Geset­zes­ent­wurf ver­ab­schie­det, womit der EU-Rah­men­be­schluss 2008/977/JI vom 27. Novem­ber 2008 über den Schutz per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten, die im Rah­men der poli­zei­li­chen und justi­zi­el­len Zusam­men­ar­beit in Straf­sa­chen ver­ar­bei­tet wer­den, umge­setzt wer­den soll.

Neben der Rege­lung des Aus­tau­sches und der Bear­bei­tung von Per­so­nen­da­ten ist auch eine Ände­rung des Daten­schutz­ge­set­zes vor­ge­se­hen; die Bun­des­or­ga­ne wer­den ver­pflich­tet, einer­seits die betrof­fe­ne Per­son über jede Beschaf­fung von Daten zu infor­mie­ren und ande­rer­seits Per­so­nen­da­ten auf­zu­be­wah­ren, wenn deren Ver­nich­tung die Inter­es­sen der betrof­fe­nen Per­son beein­träch­ti­gen wür­de. Ausser­dem wer­den im Straf­ge­setz­buch und im Schen­gen-Infor­ma­ti­ons­aus­tausch-Gesetz die Vor­aus­set­zun­gen fest­ge­legt, unter denen die von einem Schen­gen-Staat erhal­te­nen Daten an einen Dritt­staat, eine inter­na­tio­na­le Ein­rich­tung oder eine natür­li­che oder juri­sti­sche Per­son wei­ter­ge­lei­tet wer­den dür­fen.

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.