Ein Beschwer­de­füh­rer ersuch­te um Revi­si­on eines bun­des­ge­richt­li­chen Urteils (26B_237/2009 vom 25. Juni 2009) wegen Ver­let­zung der Vor­schrif­ten über die Beset­zung des Gerichts.

Er berief sich auf den Revi­si­ons­grund von Art. 121 lit. a BGG und führ­te aus, das Bun­des­ge­richt habe ausser Acht gelas­sen, dass es im zu beur­tei­len­den Ver­fah­ren um Rechts­fra­gen von grund­sätz­li­cher Bedeu­tung im Sin­ne von Art. 20 Abs. 2 BGG gehe, wel­che in Fün­fer- statt in Drei­er­be­set­zung hät­ten ent­schie­den wer­den müs­sen.

Das Gericht wies das Revi­si­ons­ge­such (Urteil 6F_16/2009 vom 22. Sep­tem­ber 2009) mit fol­gen­der Begrün­dung ab:

Die Kon­kre­ti­sie­rung des unbe­stimm­ten Rechts­be­griffs “Rechts­fra­ge von grund­sätz­li­cher Bedeu­tung” im Sin­ne von Art. 20 Abs. 2 BGG obliegt dem Bun­des­ge­richt. Aus die­ser Bestim­mung lässt sich kein indi­vi­du­el­ler Rechts­an­spruch der Par­tei­en auf eine bestimm­te Beset­zung ablei­ten. Der Ent­scheid über die Beset­zung beruht auf einer mate­ri­ell-recht­li­chen Beur­tei­lung und nicht auf der Anwen­dung von Ver­fah­rens­recht. Die­se recht­li­che Wür­di­gung kann im Revi­si­ons­ver­fah­ren nicht in Fra­ge gestellt wer­den.

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.