Wie die NZZ in ihrer heu­ti­gen Online-Aus­ga­be berich­tet, hat das Bezirks­ge­richt Zürich den Mehr­heits­ak­tio­när und ehe­ma­li­gen Ver­wal­tungs­de­le­gier­ten eines Zür­cher Pla­nungs- und Inge­nieur­bü­ros des Betrugs beim Bau des Uet­li­berg­tun­nels schul­dig gespro­chen und ver­ur­teil­te ihn zu einer beding­ten Frei­heits­stra­fe von 20 Mona­ten. Dem Vor­wurf der Urkun­den­fäl­schung folg­te das Gericht dage­gen nicht und sprach den Ange­klag­ten inso­weit frei, weil die inkri­mi­nier­ten Arbeits­rap­por­te nicht als Urkun­den im eigent­li­chen Sin­ne anzu­se­hen sei­en.

Laut Ankla­ge soll der Unter­neh­mer mit­hil­fe gefälsch­ter Stun­den­rap­por­te und Rech­nun­gen von 2000 bis 2007 etwa 12.000 Arbeits­stun­den zu viel ver­rech­net und den Kan­ton Zürich dadurch um rund 1,5 Mil­lio­nen Fran­ken betro­gen haben. Sein Inge­nieur­bü­ro hat­te eine Lüf­tungs­zen­tra­le der Zür­cher West­um­fah­rung geplant. Die Delikts­sum­me wur­de der Bau­di­rek­ti­on im April 2008 zurück­be­zahlt.

Sie­he hier­zu auch die Medi­en­mit­tei­lung der Bau­di­rek­ti­on Zürich und den Hin­ter­grund­bei­trag im Tages­an­zei­ger.

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.