Der Bun­des­rat hat am Frei­tag den Vor­ent­wurf für ein neu­es Bun­des­ge­setz über die poli­zei­li­chen Auf­ga­ben des Bun­des (Poli­zei­auf­ga­ben­ge­setz, PolAG) in die Ver­nehm­las­sung geschickt. Die Frist zur Stel­lung­nah­me endet Mit­te März 2010.

Im neu­en Poli­zei­auf­ga­ben­ge­setz soll laut Medi­en­mit­tei­lung des Eid­ge­nös­si­sches Justiz- und Poli­zei­de­par­te­ments (EJPD) einer­seits „gel­ten­des Recht unter einem ein­heit­li­chen ‚Dach’ ver­ei­nigt wer­den“, ande­rer­seit sol­len „punk­tu­ell Rege­lungs­lücken geschlos­sen und ein­zel­ne neue Rege­lungs­be­dürf­nis­se auf­ge­nom­men wer­den“. Es beinhal­te aus­schliess­lich die Poli­zei­auf­ga­ben im Zustän­dig­keits­be­reich des Bun­des; die kan­to­na­le Poli­zei­ho­heit blei­be gewahrt.

Das PolAG wird das bestehen­de zer­split­ter­te Poli­zei­recht, ins­be­son­de­re die spe­zi­al­ge­setz­li­chen Bestim­mun­gen zur Poli­zei­ko­ope­ra­ti­on und zur poli­zei­li­chen Infor­ma­ti­ons­hil­fe, in einem Gesamt­er­lass zusam­men­fas­sen. Zudem wer­den die kri­mi­nal­po­li­zei­li­chen Auf­ga­ben gegen das orga­ni­sier­te und inter­na­tio­nal täti­ge Ver­bre­chen gere­gelt, der Kata­log der poli­zei­li­chen Mass­nah­men des Zwangs­an­wen­dungs­ge­set­zes (Weg­wei­sung und Fern­hal­ten, Durch­su­chung von beweg­li­chen Sachen) erwei­tert sowie die Vor­aus­set­zun­gen für den Ein­satz pri­va­ter Sicher­heits­fir­men im Zustän­dig­keits­be­reich des Bun­des fest­ge­legt.

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Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.