Der Bun­des­rat hat vom Urteil des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts vom 5. Janu­ar 2010 in Sachen Anord­nung zur Her­aus­ga­be von Kun­den­da­ten durch die FINMA Kennt­nis genom­men. In sei­ner Wür­di­gung kommt der Bun­des­rat zum Schluss, dass es nun Sache der FINMA sei zu ent­schei­den, ob sie über die juri­sti­sche Fra­ge der Anwen­dung von Art. 25 und 26 Ban­ken­ge­setz eine Klä­rung durch das Bun­des­ge­richt ver­lan­ge. Der Bun­des­rat wür­de eine sol­che Klä­rung begrü­ssen.

Zur Medi­en­mit­tei­lung

Der Bun­des­rat hielt fest, dass die juri­sti­sche Klä­rung der Recht­mä­ssig­keit der FINMA Ver­fü­gung einen auf jeden Fall zu begrü­ssen­den Auf­schluss über die Kom­pe­ten­zen der Auf­sichts­be­hör­de in Not­stands­si­tua­tio­nen bringt.

Einig sind sich der Bun­des­rat und das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, dass der Bun­des­rat und die FINMA damals tat­säch­lich mit einer Not­si­tua­ti­on kon­fron­tiert waren. Des­halb war der Bun­des­rat im Febru­ar 2009 auch zur Über­zeu­gung gelangt, dass nur noch die Daten­über­ga­be an die USA die UBS vor dra­sti­schen Zwangs­mass­nah­men schüt­zen konn­te. Die FINMA war zur sel­ben Schluss­fol­ge­rung gekom­men und erliess des­halb die oben erwähn­te Ver­fü­gung. Dass die Daten­über­ga­be aus Sicht des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts nicht gestützt auf Art. 25 und 26 des Ban­ken­ge­set­zes, son­dern durch den Bun­des­rat gestützt auf Art. 184 der BV hät­te erfol­gen müs­sen, stellt die Rich­tig­keit der Ein­schät­zung der Not­stands­si­tua­ti­on nicht in Fra­ge.

Arie J. Gerszt

Posted by Arie J. Gerszt