Mit heu­ti­gem Datum ver­öf­fent­licht die FINMA eine Medi­en­mit­tei­lung bzw. Kom­men­tar zum kürz­li­chen Ent­scheid des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts in Sachen Her­aus­ga­be von Kun­den­da­ten an die US-Justiz­be­hör­den.

Mit Urteil vom 5. Janu­ar 2010 (zum Ent­scheid) bezeich­ne­te das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt die von der FINMA am 18. Febru­ar 2009 ange­ord­ne­te Her­aus­ga­be von Kun­den­da­ten an die US-Justiz­be­hör­den als rechts­wid­rig. Obschon das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt die schwie­ri­ge Lage der FINMA aner­kann­te, war es der Ansicht, dass die FINMA die­se Daten­über­mitt­lung nicht selbst­stän­dig hät­te ver­fü­gen dür­fen.

In Ihrer Medi­en­mit­tei­lung erläu­tert die FINMA, wie sie zu Ihrem Ent­scheid gelang­te und stellt fest, dass das Gericht die dem FIN­MA-Ent­scheid zugrun­de­lie­gen­den Annah­men weder prüft noch bestrei­tet. Viel­mehr wür­de sich das Gericht auf die Fest­stel­lung beschrän­ken, dass — so die Stel­lung­nah­me der FINMA — die von der FINMA ange­ord­ne­te Mass­nah­me nicht recht­mä­ssig gewe­sen sei.

Die FINMA erwägt zur Zeit, ob sie Beschwer­de beim Bun­des­ge­richt erhe­ben wird.

Arie J. Gerszt

Posted by Arie J. Gerszt