Auf­grund einer Namens­än­de­rung iSv ZGB 30 trug die Toch­ter eines Ehe­paars mit Nach­na­men “R.” fort­an den Fami­li­en­na­men “Y.” und, nach einer Hei­rat mit X., den Alli­anz­na­men “X.-Y.” Spä­ter stell­te sie das Gesuch, ihren Fami­li­en­na­men von “X.-Y.” auf “R.-X.” ändern zu dür­fen. Das Gesuch wur­de abge­wie­sen. Gegen das Urteil des OGer ZH gelang­te X.-Y. ans BGer, das die Beschwer­de abweist.

Das Ziel der bean­trag­ten Namen­än­de­rung bestand dar­in, dem mit der Hei­rat erwor­be­nen Namen “X.” den Geburts­na­men “R.” (d.h. den Namen ihres leib­li­chen Vaters) vor­an­zu­stel­len. Die Beschwer­de­füh­re­rin berief sich auf see­li­schen Pro­ble­me und ein Gut­ach­ten, wonach die Namens­än­de­rung ihr Iden­ti­täts- und Selbst­wert­ge­fühl ver­bes­sern wür­de. Das BGer schützt die Auf­fas­sung des OGer, wel­ches das Gut­ach­ten als “nicht nach­voll­zieh­bar” erach­tet hat­te und den dar­in beschrie­be­nen Zusam­men­hang zwi­schen psy­chi­schen Pro­ble­men und Namens­än­de­rung ver­nein­te. Das OGer durf­te des­halb und gestützt auf die Tat­sa­che, dass die Geschwi­ster der Beschwer­de­füh­re­rin ihren Namen nie geän­dert hat­ten und die Beschwer­de­füh­re­rin selbst erst nach vie­len Jah­ren die Wie­der­an­nah­me ihres Geburts­na­mens ver­langt hat­te, zum Schluss kom­men, dass wich­ti­ge Grün­de iSv ZGB 30 I nicht vor­la­gen.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.