Das BGer hat­te fol­gen­de, in einem Testa­ment ent­hal­te­ne Klau­sel aus­zu­le­gen:

… also ich Z.________ ver­fü­ge, über haus­halt gegen­stand coup℗on am hau­se W.________ habe ich so 440 000 fr. ein­ge­setzt an mei­nen nef­fen für all sei­ne arbeit die er alles gra­tis und zur voll­sten zufrie­den­heit aus geführt hat, ist das nicht zu viel 10000 auch bekommt er sämt­lich uhren die im hau­se sind, …”

Die Vor­in­stanz, das OGer GL, hat­te die­se Pas­sa­ge so ver­stan­den, dass dem Nef­fen ein Ver­mächt­nis von CHF 10’000 aus­ge­rich­tet wer­den sol­le; die “440 000 fr.” bezo­gen sich danach auf die Bewer­tung des Hau­ses samt Haus­halt. Der Nef­fe hat­te dage­gen behaup­ten las­sen, rich­ti­ger­wei­se sei nach “…coup℗on” ein Punkt zu den­ken, so dass sich die CHF 440’000 auf den Nef­fen hät­ten bezie­hen müs­sen. Das OGer hat­te sich bei sei­ner Aus­le­gung auch den Ent­wurf der testa­men­ta­ri­schen Klau­sel als ausser­halb der Testa­ments­ur­kun­de lie­gen­des Beweis­mit­tel gestützt. Das BGer bestä­tigt die Auf­fas­sung des OGer GL.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.