Der Bun­des­rat rich­tet sei­ne Finanz­markt­stra­te­gie künf­tig auf die Ver­wal­tung von ver­steu­er­ten Ver­mö­gen aus. Bereits am 16. Dezem­ber 2009 wur­de eine ent­spre­chen­de Stra­te­gie gegen die Annah­me unver­steu­er­ter Gel­der aus dem Aus­land ver­ab­schie­det (vgl. Bericht “Stra­te­gi­sche Stoss­rich­tun­gen für die Finanz­markt­po­li­tik der Schweiz”). Die Mass­nah­men zur Umset­zung die­ser Stra­te­gie hat der Bun­des­rat vor­ge­stern kon­kre­ti­siert, wie er in einer Medi­en­mit­tei­lung infor­miert.

So hat der Bun­des­rat das EFD beauf­tragt, die neue Amts­hil­fe­po­li­tik wei­ter­hin kon­se­quent und rasch umzu­set­zen. Zudem will er die Regu­la­ri­sie­rung unver­steu­er­ter Ver­mö­gen unter Wah­rung der Pri­vat­sphä­re regeln. Der Bun­des­rat befür­wor­tet eine weit­ge­hen­de Koope­ra­ti­on bei Steuer­de­lik­ten, den “glä­ser­nen Bür­ger” im Sin­ne eines auto­ma­ti­schen Infor­ma­ti­ons­aus­tau­sches hin­ge­gen lehnt er ab. Schliess­lich will der Bun­des­rat die Mög­lich­kei­ten für einen ver­bes­ser­ten Markt­zu­tritt bei Ein­zel­staa­ten und der EU wei­ter ver­tie­fen. Die Mög­lich­keit des Abschlus­ses eines umfas­sen­den Dienst­lei­stungs­ab­kom­mens mit der EU zur Ver­bes­se­rung des Markt­zu­gangs wur­de vom Bun­des­rat ver­wor­fen. Die recht­li­chen und insti­tu­tio­nel­len Unter­schie­de zwi­schen der Schweiz und der EU, ins­be­son­de­re im Infra­struk­tur­be­reich, wür­den zu kom­ple­xen und lang­wie­ri­gen Ver­hand­lun­gen füh­ren.

Sie­he auch die Bericht­erstat­tung der NZZ.

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.