Der Bun­des­rat hat heu­te den Ent­wurf zu einem Bun­des­ge­setz über die Rück­erstat­tung unrecht­mä­ssig erwor­be­ner Ver­mö­gens­wer­te (RuVG) in die Ver­nehm­las­sung gege­ben, die bis zum 16. April 2010 dau­ert.

Der Vor­schlag geht zurück auf ein Urteil des Bun­des­ge­richts vom 12. Janu­ar 2010 (1C_374/2009) zum Fall Duva­lier. Danach sei­en die Auf­la­gen für eine Rechts­hil­fe in Fäl­len zu streng, in denen die Her­kunfts­staa­ten der ver­un­treu­ten nicht in de Lage sind, ein natio­na­les Straf­ver­fah­ren gegen die kor­rup­ten Poli­ti­ker durch­zu­füh­ren. Daher sei der Gesetz­ge­ber gefor­dert, die erfor­der­li­chen Anpas­sun­gen und Erleich­te­run­gen vor­zu­neh­men.

Dar­auf­hin hat­te der Bun­des­rat am 3. Febru­ar 2010 beschlos­sen, die Rück­erstat­tung der Duva­lier-Gel­der zu blockie­ren. Das neue RuVG könn­te erst­mals in die­sem Fall ange­wen­det wer­den.

Sie­he dazu auch unse­re frü­he­ren Bei­trä­ge (hier und hier ) sowie die Bericht­erstat­tung der NZZ.

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.