In Ihrer heu­ti­gen Medi­en­mit­tei­lung infor­miert die FINMA über den Abschluss der Unter­su­chun­gen in den Fäl­len Mad­off und Leh­man.

Im einen Fall ging es um die Aus­wir­kun­gen des in den USA erfolg­ten Betru­ges durch den US-Inve­stor Ber­nard L. Mad­off auf den Finanz­platz Schweiz. Der ande­re Fall betrifft den Ver­trieb von struk­tu­rier­ten Pro­duk­ten, die von Toch­ter­ge­sell­schaf­ten der Leh­man Bro­thers Hol­dings Inc. garan­tiert waren.

Die FINMA stell­te bei ein­zel­nen Finanz­in­ter­me­diä­ren Kor­rek­tur­be­darf fest und ver­an­lass­te ent­spre­chen­de Mass­nah­men. Gemäss FINMA zeig­ten die Unter­su­chun­gen, dass die heu­ti­ge Regu­lie­rung die Anla­ge­be­ra­tungs- und Ver­mö­gens­ver­wal­tungs­kun­den nicht aus­rei­chend schützt und regu­la­to­ri­scher Hand­lungs­be­darf zur Ver­bes­se­rung des Kun­den­schut­zes ins­be­son­de­re in fol­gen­den Berei­chen bestehe:

  • Infor­ma­ti­on über Gewinn­po­ten­zi­al und Ver­lust­ri­si­ken: Neben dem Gewinn­po­ten­zi­al sind auch die mit dem Kauf von Finanz­pro­duk­ten ver­bun­de­nen Ver­lust­ri­si­ken in der über­sicht­lich zu gestal­ten­den Ver­kaufs­do­ku­men­ta­ti­on ein­fach und ver­ständ­lich dar­zu­le­gen.
  • Abklä­rung des Risi­ko­pro­fils des Kun­den: Die Anbie­ter von Finanz­pro­duk­ten sind zu ver­pflich­ten, am Ver­triebs­punkt nicht nur in der Ver­mö­gens­ver­wal­tung, son­dern auch in der Anla­ge­be­ra­tung die Risi­ko­fä­hig­keit und das Risi­ko­be­wusst­sein ihrer Kun­den sorg­fäl­tig abzu­klä­ren und bei der Anla­ge­be­ra­tung auf eine aus­rei­chen­de Diver­si­fi­ka­ti­on zu ach­ten. Zudem sind bei der Ver­mö­gens­ver­wal­tung die bestehen­den Vor­ga­ben betref­fend Diver­si­fi­ka­ti­on zu ver­schär­fen.

Der­zeit klärt die FINMA im Rah­men eines Regu­lie­rungs­pro­jekts ab, durch wen und wie die­se regu­la­to­ri­schen Ände­run­gen vor­zu­neh­men sind.

Arie J. Gerszt

Posted by Arie J. Gerszt