Wie die WEKO heu­te mit­teilt, gelangt sie gegen das Urteil des BVerw­Ger ans BGer. Das BVerw­Ger hat­te mit Urteil vom 24. Febru­ar 2010 (pdf; ca. 1.2 MB) die Ver­fü­gung der WEKO vom 5. Febru­ar 2007 i.S. Swis­s­com Mobi­le (pdf; vgl. auch die dama­li­ge Medi­en­mit­tei­lung) im Wesent­li­chen geschützt, jedoch die Bus­se von CHF 333 Mio. auf­ge­ho­ben (vgl. die Stel­lung­nah­me der WEKO zu die­sem Urteil vom 9. März 2010).

Aus der heu­ti­gen Medi­en­mit­tei­lung der WEKO:

Die WEKO ist in der Fra­ge des Miss­brauchs der Mei­nung, dass in regu­lier­ten Märk­ten das Kar­tell­ge­setz par­al­lel zu den Regu­lie­rungs­er­las­sen zur Anwen­dung gelan­gen muss, wie dies vom Bun­des­ge­richt in ande­ren Zusam­men­hang bereits bestä­tigt wor­den ist. Sie ist dezi­diert der Auf­fas­sung, dass das Ele­ment des „Erzwin­gens” in der Markt­be­herr­schung bereits ent­hal­ten ist und nicht als zusätz­li­ches Tat­be­stands­merk­mal des Miss­brauchs in regu­lier­ten Märk­ten nach­zu­wei­sen ist. Nur mit dem zusätz­li­chen Druck des Kar­tell­ge­set­zes und der Sank­ti­ons­dro­hung ist es mög­lich, in unge­nü­gend regu­lier­ten Märk­ten, wie bei den Mobil­ter­mi­nie­rungs­ge­büh­ren, Markt­macht­miss­bräu­che zu ver­hin­dern.”

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.