Die euro­päi­sche Kom­mis­si­on hat eine neue Grup­pen­frei­stel­lungs­ver­ord­nung für Ver­ein­ba­run­gen zwi­schen Her­stel­lern und Ver­triebs­händ­lern für den Ver­kauf von Waren und Dienst­lei­stun­gen ange­nom­men (vgl. Medi­en­mit­tei­lung und Erläu­te­run­gen und die Infor­ma­tio­nen von Clifford Chan­ce und von Fresh­fiel­ds Bruck­haus Derin­ger).

Um die Grup­pen­frei­stel­lung in Anspruch neh­men zu kön­nen, darf der Markt­an­teil eines Her­stel­lers nach wie vor höch­stens 30% betra­gen, und Lie­fer- und Ver­triebs­ver­ein­ba­run­gen dür­fen kei­ne Kern­be­schrän­kun­gen des Wett­be­werbs ent­hal­ten. Neu gilt die Markt­an­teils­schwel­le von 30% nicht mehr nur für Her­stel­ler, son­dern auch für Ver­triebs- und Ein­zel­händ­ler. Ver­ein­ba­run­gen zwi­schen Unter­neh­men mit Markt­an­tei­len von mehr als 30% wer­den dadurch nicht ille­gal, doch müs­sen die betref­fen­den Unter­neh­men zuvor prü­fen, ob ihre Ver­ein­ba­run­gen wett­be­werbs­be­schrän­ken­de Klau­seln ent­hal­ten und ob die­se gerecht­fer­tigt sind.

Die neu­en Bestim­mun­gen sol­len im Juni 2010 in Kraft tre­ten.

David Vasella

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RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.