Das BVerw­Ger hat gestützt auf eine teleo­lo­gi­sche Aus­le­gung der 1. BVG-Revi­si­on die Anwen­dung des alten Rechts auf eine Teil­li­qui­da­ti­on einer Vor­sor­ge­stif­tung, die vor Inkraft­tre­ten der Revi­si­on am 1. Janu­ar 2005 beschlos­sen und auf den 31. Dezem­ber 2004 geplant wor­den war, geschützt.

In der Sache war u.a. strit­tig, wann der Tat­be­stand der Teil­li­qui­da­ti­on infol­ge erheb­li­cher Ver­min­de­rung der Beleg­schaft sowie Restruk­tu­rie­rung der Stif­ter­fir­ma (aFZG 23 IV a und b bzw. BVG  53b I a und b). Das BVerw­Ger erach­tet hier einen Per­so­nal­ab­bau von 7.4% in einem Jahr in quan­ti­ta­ti­ver Hin­sicht als “erheb­lich”, aber nicht gestützt auf eine Betrach­tung die­ses Jahrs allein, son­dern einer län­ge­ren Peri­ode, in wel­cher ins­ge­samt 85% des Per­so­nals abge­baut wur­de (das BVerw­Ger spricht von einer “rück­blicken­den Gesamt­be­trach­tung über die gesam­te Zeit­span­ne”, E. 8.2.2). Auch in qua­li­ta­ti­ver Hin­sicht war der Tat­be­stand erfüllt, eben­falls auf­grund einer rück­blicken­den Gesamt­be­trach­tung. Das BVerw­Ger hiess schliess­lich den Ver­tei­lungs­plan der VE gut.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.