Der VgT hat­te gegen die SSR SSG Idée Suis­se geklagt, weil es nicht über ein EGMR-Urteil zugun­sten des VgT nicht berich­tet hat­te und dadurch das Viel­falts­ge­bot ver­letzt habe. Das BGer  — das in frü­he­ren Ent­schei­den ein “Recht auf Anten­ne” ver­neint hat — weist die Sache an die UBI zurück: Die Beschwer­de muss­te zwar nicht als Pro­gramm­be­schwer­de ent­ge­gen­ge­nom­men wer­den, wohl aber als Zugangs­be­schwer­de (dazu vgl. unse­ren frü­he­ren Bei­trag): “Kann im Zusam­men­hang mit dem Pro­gramm­zu­gang — wie im vor­lie­gen­den Fall — auf­grund von Indi­zi­en eine Beein­träch­ti­gung von ver­fas­sungs- und kon­ven­ti­ons­mä­ssig geschütz­ten Posi­tio­nen Drit­ter nicht klar aus­ge­schlos­sen wer­den, muss die UBI eine ent­spre­chen­de Beschwer­de behan­deln; sie darf nicht in einen über­spitz­ten For­ma­lis­mus ver­fal­len.”

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.