Das Bun­des­ge­richt äussert sich im Urteil vom 26. April 2010 (6B_148/2010) zur Bedeu­tung von Pri­vat­gut­ach­ten:

1.4 […] Wohl hat ein Par­tei­gut­ach­ten nicht den glei­chen Stel­len­wert wie ein Gut­ach­ten, das von der Unter­su­chungs­be­hör­de oder vom Gericht ein­ge­holt wor­den ist. Der Pri­vat­gut­ach­ter wird von einer Par­tei beauf­tragt, wes­halb er nicht unab­hän­gig und unpar­tei­isch ist wie der amt­li­che Sach­ver­stän­di­ge. Auch fällt er nicht unter den Anwen­dungs­be­reich von Art. 307 StGB betref­fend fal­sches Gut­ach­ten. Den Par­tei­gut­ach­ten wird denn auch nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts nicht die Qua­li­tät von Beweis­mit­teln, son­dern von blo­ssen Par­tei­vor­brin­gen bei­ge­mes­sen (BGE 132 III 83 E. 3.4 S. 87 f. mit Hin­wei­sen).

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.