Der Bun­des­rat schlägt vor, BöB 28 (“1 Die Beschwer­de hat kei­ne auf­schie­ben­de Wir­kung. 2 Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt kann die auf­schie­ben­de Wir­kung auf Gesuch hin ertei­len.”) zu ändern. Die auf­schie­ben­de Wir­kung bei öffent­li­chen Ver­ga­be­ver­fa­hen soll neu unter bestimm­ten Bedin­gun­gen aus­ge­schlos­sen wer­den.

BöB 28 (neu):

1 Die auf­schie­ben­de Wir­kung der Beschwer­de rich­tet sich nach Arti­kel 55 des [VwVG].
2 Die Beschwer­de hat kei­ne auf­schie­ben­de Wir­kung, wenn das Inter­es­se des Lan­des
oder eines gro­ssen Teils des­sel­ben den Bau eines öffent­li­chen Wer­kes oder die Erfül­lung einer Bun­des­auf­ga­be, nament­lich einer Auf­ga­be im sicher­heits- oder rüstungs­po­li­ti­schen Bereich, innert einer Frist ver­langt, wel­che auf­grund ihrer Dring­lich­keit kei­nen Auf­schub des Ver­trags­schlus­ses zulässt oder deren Auf­schub einen unver­hält­nis­mä­ssi­gen Ver­zö­ge­rungs­scha­den zur Fol­ge hät­te.
3 Die Beschwer­de­instanz darf in den Fäl­len nach Absatz 2 kei­ne abwei­chen­den Anord­nun­gen tref­fen.
4 Der Bun­des­rat kann in einer Ver­ord­nung eine Liste der öffent­li­chen Wer­ke und Bun­des­auf­ga­ben füh­ren, bei denen die Beschwer­de­instanz ein­zig fest­stel­len kann, inwie­fern der ange­foch­te­ne Ent­scheid das anwend­ba­re Recht ver­letzt.”

Vgl. Bot­schaft und Ent­wurf.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.