Das BVerw­Ger schützt den Ent­scheid des IGE, das Zei­chen “GRAN MAESTRO” als für Tequi­la beschrei­bend nicht ein­zu­tra­gen.

Das IGE hat­te die Ein­tra­gung der Wort­mar­ke “GRAN MAESTRO” in Klas­se 33 u.a. für Tequi­la zurück­ge­wie­sen, weil die Bezeich­nung eine gram­ma­ti­ka­lisch kor­rek­te Wort­kom­bi­na­ti­on sei, der die Bedeu­tung “gro­sser Mei­ster” zukom­me. Für die mass­geb­li­chen ita­lie­nisch­spra­chi­gen Abneh­mer­krei­se sei dies eine wer­be­mä­ssig anprei­sen­de Anga­be in Bezug auf deren Qua­li­tät (MSchG 2 a). Die Beschwer­de­füh­re­rin brach­te dage­gen vor, dies könn­te nur für die Wort­kom­bi­na­ti­on “gran­de mae­stro” gel­ten, aber nicht für die ver­kürz­te Form “gran mae­stro”. Die­se Form habe die eigen­stän­di­ge Bedeu­tung “Gross­mei­ster” oder “Hof­mei­ster”.

Das BVerw­Ger weist die Beschwer­de ab. Die Son­der­be­deu­tun­gen sei­en ver­al­tet, und ver­al­te­te Sinn­ge­hal­te, die den mass­geb­li­chen Ver­kehrs­krei­sen mitt­ler­wei­le über­wie­gend unbe­kannt sind, wer­den nach der Leh­re nicht berück­sich­tigt. Das Zei­chen wecke “GRAN MAESTRO” unmit­tel­bar die Erwar­tung,
dass ein gro­sser Mei­ster die bezeich­ne­ten Geträn­ke her­ge­stellt habe. Dass das Zei­chen als Gemein­schafts­mar­ke ein­ge­tra­gen ist, änder­te dar­an nichts (aus­län­di­sche Ein­tra­gungs­ent­schei­de haben kei­ne Prä­ju­di­zwir­kung).

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.