Astra­Ze­ne­ca hat sei­ne beherr­schen­de Stel­lung miss­braucht, indem das Inver­kehr­brin­gen von gene­ri­schem Losec (ein Magen­ge­schwür-Arz­nei­mit­tel) ver­hin­dert wur­de. Der EuG hat mit Urteil vom 1. Juli 2010 (Rs. T-321/05) eine ent­spre­chen­de Ent­schei­dung der Kom­mis­si­on weit­ge­hend bestä­tigt.

Erstens habe Astra­Ze­ne­ca vor natio­na­len Patent­äm­tern irre­füh­ren­de Anga­ben gemacht. Zwei­tens kön­ne dar­aus, dass Phar­ma­un­ter­neh­men in der Regel berech­tigt sei­en, den Wider­ruf von Markt­zu­las­sun­gen ihrer Pro­duk­te zu ver­lan­gen, nicht geschlos­sen wer­den, dass die­ses Ver­hal­ten vor dem Ver­bot nach EGV 82 stand­hal­te. Vgl. dazu auch die Wür­di­gung des Urteils von Clifford Chan­ce.

David Vasella

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RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.