Per­so­nen im Aus­land” iSv BewG 2 I sind u.a. “Staats­an­ge­hö­ri­ge der Mit­glied­staa­ten der Euro­päi­schen Gemein­schaft oder der Euro­päi­schen Frei­han­delsas­so­zia­ti­on, die ihren recht­mä­ssi­gen und tat­säch­li­chen Wohn­sitz nicht in der Schweiz haben” (BewG 5 I a). BewV 2 I ver­weist für die Bestim­mung des Wohn­sit­zes auf ZGB 23 ff. Im vor­lie­gen­den Fall schütz­te das schütz­te das BGer die Auf­fas­sung der Vor­in­stanz, es feh­le an einem Wohn­sitz der Beschwer­de­füh­re­rin in der Schweiz, weil die­se nur spo­ra­disch in der Schweiz gelebt hat­te, in Hotels und bei Freun­den, unter­bro­chen von län­ge­ren Auf­ent­hal­ten in den USA. Weil es an einem wohn­sitz­be­grün­den­den Auf­ent­halt in der Schweiz fehl­te, konn­te das BGer die umstrit­te­ne Fra­ge offen­las­sen, zu wel­chem Zeit­punkt der Wohn­sitz in der Schweiz iSv BewG 5 I a vor­lie­gen muss.

Das BGer deu­tet fer­ner obiter an, BewV 2 I sei inso­fern nicht mit FZA Anhang I, 25, ver­ein­bar, als die­se Bestim­mung für den Wohn­sitz­be­griff nicht nur auf ZGB 23 ver­weist, son­dern auch auf ZGB 24 I, 25 und 26 (zur dies­be­züg­li­chen Aus­le­gung des FZA vgl. 2A.704/2004).

David Vasella

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RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.