Dee Cee Style (fig.)

Das IGE hat­te die Ein­tra­gung des Zei­chens “DEE CEE style (fig.)” (vgl. Abb.) gestützt auf MSchG 2 d iVm NZSchG 6 II (Kon­kre­ti­sie­rung von PVÜ 6ter) ver­wei­gert, weil es das Akro­nym “CEE” ent­hal­te — das geschütz­te Sigel der Com­mu­n­au­té éco­no­mi­que euro­péen­ne. Das Sigel „CEE“ gehe auf­grund der Gestal­tung nicht in einem Wort­kon­strukt unter, son­dern wer­de als selb­stän­di­ges Ele­ment wahr­ge­nom­men. Das BVerw­Ger heisst die dage­gen gerich­te­te Beschwer­de gut.

Das NZSchG unter­sagt jeg­li­chen Gebrauch eines geschütz­ten Kenn­zei­chens. In Betracht zu zie­hen ist ein­zig der betref­fen­de Teil der Mar­ke; der Gesamt­ein­druck ist nicht aus­schlag­ge­bend. Eine Aus­nah­me besteht aber dann, wenn die Über­nah­me der geschütz­ten Abkür­zung nicht erkenn­bar ist, weil

  • sie in einem gan­zen Wort oder einer Fan­ta­sie­be­zeich­nung ein­ge­bet­tet ist und dar­in gewis­ser­ma­ssen „unter­geht“, oder
  • sie im Rah­men der gesam­ten Aus­ge­stal­tung des Zei­chens eine wei­te­re eigen­stän­di­ge Bedeu­tung besitzt.

Vor­lie­gend war die erste Vari­an­te erfüllt. Der Leser lese “DEE” und “CEE” in einem Fluss und spre­che bei­des eng­lisch aus. Er wer­de daher “DC” ver­ste­hen (wie in “Washing­ton D.C.”), so dass das geschütz­te Zei­chen “CEE” unter­ge­he.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.