Der Bun­des­rat schlägt vor, die Nut­zer in der Wahl des Emp­fangs­ge­rä­tes für digi­ta­le Fern­seh­pro­gram­me zu befrei­en, so dass sie  nicht mehr zwin­gend die pro­prie­tä­re Set-Top-Box ihrer Fern­mel­de­dienst­an­bie­te­rin benut­zen müs­sen.

Gemäss der Bot­schaft wer­den heu­te zahl­rei­che Nut­zer von digi­ta­lem Fern­se­hen

von ihrer Fern­mel­de­dienst­an­bie­te­rin ver­trag­lich gezwun­gen, die von ihr abge­ge­be­nen Emp­fangs­ge­rä­te (pro­prie­tä­re Set-Top-Boxen) zu mie­ten oder zu kau­fen, wenn die Signa­le ver­schlüs­selt ver­brei­tet wer­den. Die­ser Zwang ver­un­mög­licht die Wahl­frei­heit der Nut­ze­rin­nen und Nut­zer und ver­hin­dert den Wett­be­werb im Markt für Emp­fangs­ge­rä­te für kabel­ver­brei­te­tes, digi­ta­les Fern­se­hen (Set-Top-Boxen oder Fern­seh­ge­rä­te mit ein­ge­bau­tem digi­ta­len Tuner und einem Schacht zum Ein­stecken der Modu­le für die Zugangs­be­rech­ti­gung bzw. der Chip­kar­te), die den Emp­fang von unver­schlüs­sel­ten bzw. stan­dard­mä­ssig ver­schlüs­sel­ten Pro­gram­men erlau­ben. Zudem müs­sen die Nut­ze­rin­nen und Nut­zer bei einem Wohn­orts­wech­sel mög­li­cher­wei­se ein neu­es Gerät anschaf­fen.”

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.