Der Bun­des­rat hat Geset­zes­än­de­run­gen für eine Straf­ver­fol­gung von Völ­ker­mord, Ver­bre­chen gegen die Mensch­lich­keit sowie Kriegs­ver­bre­chen auf den 1. Janu­ar 2011 in Kraft gesetzt (sie­he Geset­zes­ent­wurf und Bot­schaft).

Die Ände­run­gen des Straf­ge­setz­bu­ches (StGB) und des Mili­tär­straf­ge­set­zes (MStG) beinhal­ten ins­be­son­de­re die Schaf­fung eines neu­en Tat­be­stan­des der Ver­bre­chen gegen die Mensch­lich­keit und eine detail­lier­te Defi­ni­ti­on von Kriegs­ver­bre­chen sowie eine Anpas­sung des Tat­be­stands des Völ­ker­mords. Fer­ner wer­den die Zustän­dig­kei­ten für die Durch­füh­rung von Straf­ver­fah­ren wegen die­ser Ver­bre­chen in Frie­dens­zei­ten (grds. Bun­des­an­walt­schaft bzw. Mili­tär­ju­stiz bei Betei­li­gung von Ange­hö­ri­gen der Schwei­zer Armee) und im Kriegs­fall (Mili­tär­ju­stiz) neu fest­ge­legt. Schliess­lich wird die Zustän­dig­keit für die Ver­fol­gung sol­cher im Aus­land began­ge­ner Taten und die Durch­füh­rung von Abwe­sen­heits­ver­fah­ren gere­gelt.

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.