Am 1. Dezem­ber 2010 tritt die Teil­re­vi­si­on der Che­mi­ka­li­en­ver­ord­nung (ChemV) in Kraft, mit der – in Umset­zung der Ver­ord­nung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP-Ver­ord­nung) – das neue glo­bal har­mo­ni­sier­te System für die Ein­stu­fung und Kenn­zeich­nung von Che­mi­ka­li­en (Glo­bal­ly Har­mo­ni­zed System, GHS) in der Schweiz ein­ge­führt wird. Das GHS wur­de von den Ver­ein­ten Natio­nen ent­wickelt und soll von mehr als 60 Län­dern über­nom­men wer­den.

Wich­tig­ste Punk­te der Ände­rung:

• Die heu­ti­gen Gefah­ren­sym­bo­le für Che­mi­ka­li­en wer­den schritt­wei­se durch neue Sym­bo­le (rot umran­de­te Rhom­ben) ersetzt.
• Publi­kums­pro­duk­te, die nach GHS ein­ge­stuft und gekenn­zeich­net sind, dür­fen in Ver­kehr gebracht wer­den.
• Es sind Fri­sten fest­ge­legt, ab wann das GHS in der Schweiz obli­ga­to­risch wird: für Stof­fe ab 1. Dez. 2012 und für Gemi­sche ab 1. Juni 2015.
• Mit der Ände­rung der Bio­zid­pro­duk­te­ver­ord­nung (VBP) wird die Zulas­sung von Bio­zid­pro­duk­ten mög­lich, die nach GHS ein­ge­stuft und gekenn­zeich­net sind.
• Der Anhang 1.11 der Che­mi­ka­li­en-Risi­ko­re­duk­ti­ons­ver­ord­nung (Chem­RRV) wird ange­passt an die neu­en, euro­päi­schen Bestim­mun­gen.

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.