Wird durch eine foren­si­sche Begut­ach­tung im Rah­men eines Straf­ver­fah­rens die Per­sön­lich­keit des Pro­ban­den ver­letzt, ist dies “durch Gesetz” gerecht­fer­tigt (ZGB 28 II), denn der Gut­ach­ter übt als Hilfs­per­son des Gerichts eine hoheit­li­che Tätig­keit aus. Das BGer konn­te im vor­lie­gen­den Fall, in wel­chem der Pro­band in die Begut­ach­tung über­dies ein­ge­wil­ligt hat­te, offen­las­sen, ob eine Dia­gno­se über­haupt eine Per­sön­lich­keits­ver­let­zung dar­stellt. Das KGer SG als Vor­in­stanz hat­te das Gesuch um unent­gelt­li­che Rechts­pfle­ge des­halb zurecht wegen Aus­sichts­lo­sig­keit abge­wie­sen.

Will der Beschwer­de­füh­rer in irgend­ei­ner Wei­se die Rich­tig­keit der Dia­gno­se bestrei­ten, ist dafür die Per­sön­lich­keits­schutz­kla­ge ein untaug­li­ches Mit­tel.”

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.