Der Bun­des­rat hat den Bericht zur ein­heit­li­chen Finan­zie­rung von Spi­tal- und ambu­lan­ten Lei­stun­gen durch die obli­ga­to­ri­sche Kran­ken­pfle­ge­ver­si­che­rung gut­ge­hei­ssen. Die stän­de­rät­li­che Kom­mis­si­on für Gesund­heit und sozia­le Sicher­heit hat­te mit der Moti­on 06.3009 den Bun­des­rat beauf­tragt, dem Par­la­ment eine Vor­la­ge für eine ein­heit­li­che Finan­zie­rung von sta­tio­nä­ren und ambu­lan­ten Lei­stun­gen vor­zu­le­gen. Der Bericht bil­det den ersten Schritt zur Umset­zung der Moti­on.

Bis­her sieht das Bun­des­ge­setz über die Kran­ken­ver­si­che­rung (KVG) nur Kan­tons­bei­trä­ge an die sta­tio­nä­ren Lei­stun­gen der Spi­tä­ler vor, wäh­rend die ambu­lan­ten Lei­stun­gen im Spi­tal und im ambu­lan­ten Bereich zu 100 Pro­zent durch die obli­ga­to­ri­sche Kran­ken­pfle­ge­ver­si­che­rung finan­ziert wer­den. Künf­tig sol­len alle zula­sten der obli­ga­to­ri­schen Kran­ken­pfle­ge­ver­si­che­rung erbrach­ten Lei­stun­gen ein­heit­lich finan­ziert wer­den. Die durch den Bericht ange­reg­te Grund­satz­dis­kus­si­on soll auch die Neu­über­prü­fung der Auf­ga­ben­tei­lung zwi­schen Bund und Kan­to­nen umfas­sen.

Der Bericht des Bun­des­ra­tes ist auf der Home­page des Bun­des­am­tes für Gesund­heit (BAG) ein­seh­bar. Dort wer­den auch der Bericht «Moni­sti­sche Spi­tal­fi­nan­zie­rung» von Prof. Leu und das Gut­ach­ten «Zur Ein­füh­rung der moni­sti­schen Spi­tal­fi­nan­zie­rung» von Dr. Moser bereit­ge­stellt.

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.