Das IGE hat sei­ne Richt­li­ni­en in Mar­ken­sa­chen an die neu­ste Recht­spre­chung ein­ge­ar­bei­tet. In sei­ner Medi­en­mit­tei­lung hebt es fol­gen­de Punk­te her­vor:

  • Anpas­sung der Richt­li­ni­en auf­grund des weit­ge­hen­den Ver­zichts auf das Unter­schrifts­er­for­der­nis und der Ein­füh­rung der rechts­ver­bind­li­chen elek­tro­ni­schen Ein­ga­be per E-Mail (vgl. sic! 2010, 554).
  • Ergän­zung der Richt­li­ni­en hin­sicht­lich der Regel 18ter 1) GAFO, wel­che per 1. Janu­ar 2011 die Erklä­rung der Schutz­ge­wäh­rung (wenn zuvor kei­ne vor­läu­fi­ge Schutz­ver­wei­ge­rung mit­ge­teilt wur­de) als obli­ga­to­risch erklärt.
  • Das Kapi­tel 8.4 des Teils 4 der Richt­li­ni­en („Nicht als Her­kunfts­an­ga­be gel­ten­de Bezeich­nun­gen“) wur­de neu mit einer all­ge­mei­nen Ein­lei­tung ver­se­hen und – ohne wesent­li­che inhalt­li­che Ände­rung – umgrup­piert.
  • Das Kapi­tel 10 des Teils 4 der Richt­li­ni­en („Ver­kehrs­durch­set­zung“) wur­de ergänzt. Dies, um die Pra­xis, ins­be­son­de­re bezüg­lich der Moda­li­tä­ten der Durch­füh­rung einer Demo­sko­pie, trans­pa­ren­ter dar­zu­stel­len.”

Die revi­dier­ten Richt­li­ni­en (vgl. auch die Erläu­te­run­gen des IGE) tra­ten am 1. Janu­ar 2011 in Kraft und wer­den auf sämt­li­che hän­gi­gen Ver­fah­ren ange­wen­det.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.