Das OGer ZH hat mit Datum vom 28. Dezem­ber 2010 die Kon­kurs­ge­rich­te und die Kon­kurs­äm­ter infor­miert, dass das OGer bei der Anfech­tung von Kon­kurs­er­kennt­nis­sen nach SchKG 174 II sei­ne frü­he­re, gross­zü­gi­ge Pra­xis zur Frist­er­streckung auf­gibt, weil die Erstreckung gesetz­li­cher Fri­sten nach ZPO 144 I aus­ge­schlos­sen ist und kei­ne Nach­fri­sten ange­setzt wer­den:

In die­ser Situa­ti­on erwägt die II. Zivil­kam­mer eine Ände­rung ihrer Pra­xis zu
Art. 174 SchKG. Es ist damit zu rech­nen, dass bei Rechts­mit­teln neu­er Ord­nung (Art. 405 Abs. 1 ZPO: wenn der Kon­kurs­ent­scheid nach dem 1. Janu­ar 2011 eröff­net wor­den ist) grund­sätz­lich kei­ne Nach­frist mehr ange­setzt wer­den wird. […] Nicht schon wäh­rend der Beschwer­de­frist vor­zu­neh­men ist ein­zig die Zah­lung des Kosten­vor­schus­ses für die Beschwer­de­instanz. Er wird ver­mut­lich in ein­fa­chen Fäl­len Fr. 750.– betra­gen (Art. 1 lit. c und 96 ZPO, §§ 4 Abs. 3 und 7 Geb­VO LS 211.11).”

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.