Das BGer hat fest­ge­hal­ten, dass die Wähl­bar­keits­vor­aus­set­zun­gen für Zür­cher Han­dels­rich­ter nach GOG/ZH § 36 III mit KV/ZH 40 I unver­ein­bar sind. Die Ein­schrän­kung, dass als Han­dels­rich­ter nur wähl­bar ist, “wer in einem Unter­neh­men als Inha­be­rin oder Inha­ber oder in lei­ten­der Stel­lung tätig ist oder wäh­rend min­de­stens zehn Jah­ren eine sol­che Stel­lung beklei­det hat”, ist damit (kantons-)verfassungswidrig: KV/ZH 40 I sieht vor, dass in u.a. die ober­sten kan­to­na­len Gerich­te gewählt wer­den kann, wer in kan­to­na­len Ange­le­gen­hei­ten stimm­be­rech­tigt ist. Die ent­spre­chen­de Bestim­mung wird in der offi­zi­el­len Fas­sung des GOG des­halb als auf­ge­ho­ben bezeich­net.

Über das Urteil hat u.a. Oli­ver Kunz berich­tet.

David Vasella

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RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.