Eine Dame, die sich im Alter von 81 Jah­ren gegen­über der Stadt Genf durch eine Grund­dienst­bar­keit und ohne eine Gegen­lei­stung ver­pflich­tet hat, ein Grund­stück nicht zu bebau­en, war im kon­kre­ten Fall urteils­fä­hig gewe­sen (4A_270/2010). Sie hat­te sich auch nicht in einem wesent­li­chen Irr­tum befun­den. Da ausser einer gewis­sen sozia­len Iso­liert­heit kei­ne Anhalts­punk­te für eine Ein­schrän­kung der Urteils­fä­hig­keit vor­la­gen, genüg­te der unge­wöhn­li­che Cha­rak­ter des Geschäfts, das einen erheb­li­chen Wert­ver­lust des bela­ste­ten Grund­stücks bedeu­te­te, nicht, um die Ver­mu­tung von ZGB 16 auf­zu­he­ben.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.