Das BGer äussert sich im Urteil 5A_322/2010 zur Aner­ken­nung einer aus­län­di­schen Nach­lass­stun­dung und aus­län­di­scher Nach­lass­ver­trä­ge und ähn­li­cher Ver­fah­ren und zu den betrei­bungs­recht­li­chen Fol­gen einer sol­chen Aner­ken­nung.

Im vor­lie­gen­den Fall ging es um die Aner­ken­nung eines bra­si­lia­ni­schen Urteils, das einer Nach­lass­stun­dung gleich­zu­stel­len war. Die zeit­li­che Wir­kung eines sol­chen Urteils bestimmt sich nach dem aus­län­di­schen Recht. Im vor­lie­gen­den Fall stand die Aner­ken­nung die­ses Urteils in der Schweiz (IPRG 175) fest, als der Arrest in eine defi­ni­ti­ve Pfän­dung der Ver­mö­gens­wer­te des aus­län­di­schen Schuld­ners umge­wan­delt wur­de, nicht aber sei­ne zeit­li­che Dau­er. Das BGer hebt die­se Pfän­dung des­halb auf; da die Dau­er der aner­kann­ten Nach­lass­stun­dung noch nicht klar war, galt nach wie vor SchKG 297 I (Ein­stel­lung der Betrei­bung).

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.