Das BGer qua­li­fi­ziert eine Per­son als Gehil­fen (StGB 25) einer straf­ba­ren, gewerbs­mä­ssi­gen Urhe­ber­rechts­ver­let­zung (URG 67), die auf einer Web­site sog. Hash-Links (“Such­hil­fe” zu Links) zu ver­schie­de­nen P2P-Net­zen und dadurch indi­rekt den zu den gewünsch­ten urhe­ber­recht­lich geschütz­ten Datei­en ange­bo­ten hat­te (vor­wie­gend Fil­me und Com­pu­ter­spie­le).

Ent­schei­dend war dabei, dass der Nut­zer nur auf das gewünsch­te File klicken muss­te, was direkt zum Down­load führ­te — und damit, auf­grund der Funk­ti­ons­wei­se der P2P-Net­ze, auch zum Upload. Dass der Nut­zer mit den Links nur etwas anfan­gen konn­te, wenn er zuvor ein P2P-Pro­gramm instal­liert hat­te, ändert dar­an nichts; die Hand­lun­gen des Ver­ur­teil­ten waren gleich­wohl als akti­ve Hil­fe iSv StGB 25 zu qua­li­fi­zie­ren.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.