Der Bun­des­rat hat heu­te eine Ände­rung der Finanz­haus­haltver­ord­nung (FHV) beschlos­sen. Mit der Ände­rung wird das Bun­des­ge­setz über die Wah­rung von Demo­kra­tie, Rechts­staat und Hand­lungs­fä­hig­keit in ausser­or­dent­li­chen Lagen im Bereich des Kre­dit­rechts umge­setzt, das die Dring­lich­keits­be­fug­nis­se des Bun­des­ra­tes kon­kre­ti­siert und ein­schränkt. Sowohl die­ses Bun­des­ge­setz als auch die revi­dier­te FHV wer­den am 1. Mai 2011 in Kraft tre­ten.

Das Gesetz ändert als soge­nann­ter Man­tel­er­lass das Regie­rungs- und Ver­wal­tungs­or­ga­ni­sa­ti­ons­ge­setz (RVOG), das Par­la­ments­ge­setz (ParlG) sowie das Finanz­haus­halt­ge­setz (FHG). Die Ände­rung des FHG sieht ins­be­son­de­re vor, dass der Bun­des­rat auch bei gro­sser Dring­lich­keit über Ver­pflich­tungs- und Vor­anschlags­kre­di­te grund­sätz­lich nur mit Zustim­mung der Finanz­de­le­ga­ti­on der eid­ge­nös­si­schen Räte beschlie­ssen darf. Eine Aus­nah­me bil­den Kre­dit­über­schrei­tun­gen unter 5 Mil­lio­nen Fran­ken am Ende des Jah­res. Die Ände­rung der FHV setzt die­se kre­dit­recht­li­chen Neu­ord­nung um.

Juana Vasella

Posted by Juana Vasella

RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.