Anfang dieser Woche hat das Bun­de­samt für Sta­tis­tik (BFS) die Polizeiliche Krim­i­nal­sta­tis­tik für das Jahr 2010 (PKS 2010) veröf­fentlicht. Die Zahlen wur­den zum zweit­en Mal von allen Kan­to­nen nach ein­heitlichen Kri­te­rien erhoben, was kün­ftig bessere Ver­gle­iche ermöglichen soll.

Nach der PKS 2010 wur­den ins­ge­samt 656’858 Straftat­en (zu 72 Prozent Ver­mö­gens­de­lik­te) erfasst, was einen Rück­gang um 2 Prozent bedeutet. Im Ver­gle­ich zum Vor­jahr sind die Straftat­en nach dem Strafge­set­zbuch (StGB) um 5 Prozent gesunken, während die Wider­hand­lun­gen gegen das Betäubungsmit­telge­setz (Bet­mG) um vier Prozent und gegen das Aus­län­derge­setz (AuG) um sieben Prozent gestiegen sind. Die Anzahl der Beschuldigten ging um etwa ein Prozent zurück, bei den Min­der­jähri­gen gar um acht Prozent.

Siehe auch unsere Beiträge über die PKS 2008 und PKS 2009 sowie die Berichter­stat­tung der NZZ. Fern­er sei auch hingewiesen auf die kri­tis­chen Anmerkun­gen des Jus­tizblog zur unre­flek­tierten Wieder­gabe der PKS in den Medi­en.

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.