Der Bun­des­rat hat ver­gan­ge­ne Woche beschlos­sen, das Patent­an­walts­ge­setz (PAG) und die Patent­an­walts­ver­ord­nung (PAV) zum den 1. Juli 2011 in Kraft zu set­zen. Damit wird die bis­lang in der Schweiz nicht geschütz­ten Berufs­be­zeich­nun­gen „Patent­an­walt“ regle­men­tiert. Vor Auf­nah­me der Berufs­tä­tig­keit unter die­sem Titel muss man sich in einem neu­en Patent­an­walts­re­gi­ster ein­tra­gen las­sen und die gefor­der­te Berufs­qua­li­fi­ka­ti­on (Bestehend der Patent­an­walts­prü­fung sowie natur- oder inge­nieur­wis­sen­schaft­li­cher Hoch­schul­ab­schluss und Berufs­er­fah­rung) nach­wei­sen. Das Insti­tut für Gei­sti­ges Eigen­tum (IGE) nimmt schon heu­te Anträ­ge auf Ein­tra­gung in das Patent­an­walts­re­gi­ster ent­ge­gen. Für bereits prak­ti­zie­ren­de Patent­an­wäl­te gilt eine zwei­jäh­ri­ge Über­gangs­re­ge­lung.

Fer­ner hat der Bun­des­rat beschlos­sen, das Bun­des­pa­tent­ge­richts­ge­setz (PatGG) auf den 1. Janu­ar 2012 abschlie­ssend in Kraft zu set­zen. Das neue Bun­des­pa­tent­ge­richt (PatG) wird Anfang 2012 sei­nen Betrieb auf­neh­men und bei Patent­rechts­strei­tig­kei­ten in erster Instanz als natio­na­les Spe­zi­al­ge­richt anstel­le der heu­te 26 kan­to­na­len Gerich­te zustän­dig sein. Es wird die am 1. Janu­ar 2012 vor den kan­to­na­len Gerich­ten hän­gi­gen Ver­fah­ren, die in sei­nen Zustän­dig­keits­be­reich fal­len, über­neh­men, sofern die Haupt­ver­hand­lung noch nicht durch­ge­führt wor­den ist.

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.