Das BGer hebt ein Urteil des HGer ZH als will­kür­lich auf: Die Beschwer­de­füh­re­rin­nen hat­ten ein vor­sorg­li­ches Ver­bot ver­langt, weil die Beschwer­de­geg­ne­rin in der vor­pro­zes­sua­len Kor­re­spon­denz den Ein­druck erweckt hat­te, patent­ver­let­zen­de Hand­lun­gen bege­hen zu wol­len. (Erst) in der Duplik hat­te sie die zuvor beharr­lich ver­wei­ger­te Unter­las­sungs­er­klä­rung abge­ge­ben. Das Gesuch war dar­auf­hin abge­wie­sen wor­den. Hier hät­te die Beschwer­de­geg­ne­rin mit den gesam­ten Kosten des Ver­fah­rens und einer Pro­zess­ent­schä­di­gung bela­stet wer­den müs­sen; die Beschwer­de­füh­re­rin­nen sahen sich in guten Treu­en zur Pro­zess­füh­rung ver­an­lasst. Eine hälf­ti­ge Kosten­tei­lung, weil “die Beschwer­de­füh­re­rin­nen nicht des Risi­kos ent­ho­ben gewe­sen sei­en, dass sich im Ver­fah­ren etwas ande­res her­aus­stel­len und sie unter­lie­gen wür­den”, ist will­kür­lich.

Das Urteil erging gestützt auf die Zür­cher ZPO; vgl. jetzt ZPO 107 I b.

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.