Das Eid­ge­nös­si­sche Finanz­de­par­te­ment (EFD) schlägt vor, das Bun­des­ge­setz über die direk­te Bun­des­steu­er (DBG) und das Bun­des­ge­setz über die Har­mo­ni­sie­rung der direk­ten Steu­ern der Kan­to­ne und Gemein­den (StHG) zu revi­die­ren, da ver­schie­de­ne Ände­run­gen ande­rer Geset­ze noch nicht über­nom­men wor­den sind. Die Vor­la­ge wur­de heu­te in die Anhö­rung geschickt; die Anhö­rungs­frist dau­ert bis zum 31. August 2011.

Es ist geplant, die Regeln der Ver­fol­gungs­ver­jäh­rung von Steuer­de­lik­ten im DBG und StHG nach­träg­lich an den neu­en Art. 333 StGB anzu­pas­sen. Für die Ver­jäh­rungs­fri­sten soll die Schwe­re des Steuer­de­likts mass­ge­bend sein. Zudem sieht der Ent­wurf eine Anglei­chung der Sank­tio­nen des Steu­er­be­trugs und der Ver­un­treu­ung von Quel­len­steu­ern an die Bestim­mun­gen des revi­dier­ten StGB vor. Schliess­lich sol­len auch Anpas­sun­gen, die auf­grund der jün­ge­ren Recht­spre­chung des Bun­des­ge­rich­tes im Bereich der Justiz­or­ga­ni­sa­ti­on not­wen­dig gewor­den sind, im DBG und StHG vor­ge­nom­men wer­den.

Die Anhö­rungs­un­ter­la­gen kön­nen hier ein­ge­se­hen wer­den.

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.