Der Bun­des­rat schlägt vor, das Ver­bot der Prä­im­plan­ta­ti­ons­dia­gno­stik (PID) im Fort­pflan­zungs­me­di­zin­ge­setz (FMedG) durch eine gere­gel­te Zulas­sung zu erset­zen. Zu die­sem Zweck muss auch Art. 119 der BV (Fort­pflan­zungs­me­di­zin und Gen­tech­no­lo­gie im Human­be­reich) geän­dert wer­den. Die Vor­la­ge geht heu­te in die Ver­nehm­las­sung, wel­che bis zum 30. Sep­tem­ber 2011 dau­ert.

Der Geset­zes­vor­schlag erlaubt die PID unter stren­gen Zulas­sungs­be­din­gun­gen („Ach­ter-Regel“ anstatt „Drei­er-Regel“ bei der Empryo­nen­ent­wick­lung und Auf­be­wah­rung von Embryo­nen für spä­te­re Über­tra­gung). Alle ande­ren Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten der PID blei­ben unter Straf­an­dro­hung ver­bo­ten (z.B. Erken­nung von Tri­so­mie 21 oder Aus­wahl sog. Ret­ter-Babys zur Gewebe-/Organspende für kran­ke Geschwi­ster).

Wei­ter­füh­ren­de Erläu­te­run­gen zu den wesent­li­chen Neue­run­gen gibt die Medi­en­mit­tei­lung des Bun­des­am­tes für Gesund­heit (BAG).

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.