Der Bun­des­rat hat heu­te die Bot­schaft zum neu­en Steu­er­amts­hil­fe­ge­setz (StAG) ver­ab­schie­det. Die­ses Gesetz regelt den Voll­zug der Amts­hil­fe in Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men und ande­ren Abkom­men zum Infor­ma­ti­ons­aus­tausch, ins­be­son­de­re den dar­in ver­ein­bar­ten Infor­ma­ti­ons­aus­tausch gemäss OECD-Stan­dard.

Künf­tig soll Amts­hil­fe soll nicht nur bei Steu­er­be­trug, son­dern auch bei Steu­er­hin­ter­zie­hung und zur Steu­er­ver­an­la­gung mög­lich sein. Die Umset­zung die­ses Beschlus­ses erfor­dert eine ent­spre­chen­de For­mu­lie­rung in Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men (DBA) mit ande­ren Län­dern. Bis­her wur­den über 30 DBA ange­passt oder neu aus­ge­han­delt. Der Voll­zug der Amts­hil­fe muss im Lan­des­recht erfol­gen. Zu die­sem Zweck soll das Steu­er­amts­hil­fe­ge­setz erlas­sen wer­den.

Aus der Medi­en­mit­tei­lung des Bun­des­ra­tes:

Das Gesetz ent­hält den Grund­satz, dass die Amts­hil­fe nur auf Ersu­chen im Ein­zel­fall gelei­stet wird. Kei­ne Amts­hil­fe lei­stet die Schweiz, wenn ein Gesuch auf Infor­ma­tio­nen beruht, die durch nach schwei­ze­ri­schem Recht straf­ba­re Hand­lun­gen erlangt wur­den. Ins Aus­land über­mit­tel­te Infor­ma­tio­nen dür­fen zur Durch­set­zung des schwei­ze­ri­schen Steu­er­rechts nur ver­wen­det wer­den, soweit sie nach schwei­ze­ri­schem Recht hät­ten beschafft wer­den kön­nen.

Sie­he auch die Bericht­erstat­tung der NZZ, ins­be­son­de­re zur ein­ge­schränk­ten Ver­wen­dung der im Wege der Amts­hil­fe erho­be­nen Daten durch die Kan­to­ne sowie zu den Vor­aus­set­zun­gen und dem Rechts­weg.

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.