Der Ent­wurf für ein Wei­ter­bil­dungs­ge­setz (WeBiG) wur­de ver­gan­ge­ne Woche vom Bun­des­rat in die Ver­nehm­las­sung geschickt (sie­he dazu den Geset­zes­ent­wurf und den erläu­tern­den Bericht). Die Ver­nehm­las­sung dau­ert bis Mit­te April 2012.

Mit den Ver­fas­sungs­be­stim­mun­gen über die Bil­dung vom 21. Mai 2006 hat der Bund den Auf­trag erhal­ten, Grund­sät­ze der Wei­ter­bil­dung fest­zu­le­gen sowie die Wei­ter­bil­dung zu för­dern und dazu Kri­te­ri­en fest­zu­le­gen (Art. 64a BV). Die­ser Auf­trag wur­de von einer Exper­ten­kom­mis­si­on im Ent­wurf zu einem Bun­des­ge­setz über die Wei­ter­bil­dung kon­kre­ti­siert.

Das Wei­ter­bil­dungs­ge­setz befasst sich mit der nicht-for­ma­len Bil­dung (staat­lich nicht gere­gel­te Bil­dungs­an­ge­bo­te wie Kur­se oder Semi­na­re). Der Geset­zes­ent­wurf klärt den Begriff der Wei­ter­bil­dung und grenzt ihn klar von staat­lich gere­gel­ten Bil­dungs­ab­schlüs­sen ab. Er defi­niert Grund­sät­ze für die finan­zi­el­le För­de­rung der Wei­ter­bil­dung durch den Bund und ver­bes­sert die Kohä­renz in der Gesetz­ge­bung. Das Wei­ter­bil­dungs­ge­setz soll den Wett­be­werb stär­ken und zu mehr Trans­pa­renz, Qua­li­tät und Durch­läs­sig­keit bei Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­ten füh­ren. So sol­len Bil­dungs­lei­stun­gen aus einer Wei­ter­bil­dung an for­ma­le Bil­dungs­an­gän­ge ange­rech­net wer­den kön­nen.

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.