Ab dem 1. Janu­ar 2012 wird das „Fah­ren ohne erfor­der­li­chen Füh­rer­aus­weis“ eben­so streng bestraft wie das „Fah­ren trotz ent­zo­ge­nem oder aberkann­ten Füh­rer­aus­weis“. Eben­so straf­bar machen sich künf­tig Per­so­nen, die fah­ren, obwohl ihnen der Füh­rer­aus­weis auf Pro­be wegen zwei Wider­hand­lun­gen annul­liert wur­de (Zwei­pha­sen­aus­bil­dung für Neu­len­ken­de). Der Bun­des­rat hat die ent­spre­chen­den Ände­run­gen im Stra­ssen­ver­kehrs­ge­setz (SVG) auf Anfang des näch­sten Jah­res in Kraft gesetzt.

Damit wer­den „Fah­ren ohne Aus­weis“ und „Fah­ren trotz annul­lier­tem Füh­rer­aus­weis auf Pro­be“ — wie auch  „Fah­ren trotz Ent­zug“ — neu als Ver­ge­hen ein­ge­stuft. Bis­her galt „Fah­ren ohne Aus­weis“ ledig­lich als Über­tre­tung (Bus­se bis maxi­mal 10‘000 CHF). Der Straf­rah­men bewegt sich neu zwi­schen einer Frei­heits­stra­fe von bis zu drei Jah­ren und/oder einer Geld­stra­fe von bis zu 360 Tages­sät­zen à maxi­mal 3000 Fran­ken. Wer einen abge­lau­fe­nen Füh­rer­aus­weis besitzt, weil er die Zwei­pha­sen­aus­bil­dung nicht oder nicht voll­stän­dig besucht hat, und den­noch wei­ter­fährt, wird mit einer Geld­stra­fe von bis zu 180 Tages­sät­zen bestraft.

Juana Vasella

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RA Dr. Juana Vasella ist Habilitandin, Oberassistentin und Lehrbeauftragte an der Universität Luzern sowie Co-Direktorin der Kompetenzstelle für Logistik- und Transportrecht KOLT. Daneben ist sie als Konsulentin für MME Legal | Tax | Compliance tätig. Zuvor hat Juana Vasella an der TU Dresden, der Universität Zürich und der Bucerius Law School sowie bei CMS von Erlach Poncet AG gearbeitet.