Das BGer hat am 9. Dezem­ber 2011 ent­schie­den, dass der Flug­ha­fen Zürich Eigen­tü­mer von Lie­gen­schaf­ten im Bereich von Abflug­pi­sten ent­schä­di­gen muss. Am 28. April 2008 hat­te das BGer die Sache an die Schät­zungs­kom­mis­si­on zur Neu­be­ur­tei­lung zurück­ge­wie­sen, weil die­se zu Unrecht davon aus­ge­gan­gen war, ein Ertrags­aus­fall sei nicht nach­ge­wie­sen wor­den. Die Schät­zungs­kom­mis­si­on sprach dar­auf eine Min­der­wert­ent­schä­di­gung zu. Das BVGer schütz­te die­sen Ent­scheid in der Sache, nament­lich auch das Modell zur Scha­dens­be­rech­nung des Min­der­werts.

Das Urteil des BVGer war vom Flug­ha­fen und vom Kan­ton Zürich in der Sache, aber auch in Bezug auf zahl­rei­che ver­fah­rens­recht­li­che Punk­te ange­foch­ten wor­den. Das BGer weist die Beschwer­de ab. In der Sache kommt es zum Schluss, dass die  Schät­zungs­kom­mis­si­on das von ihr gewähl­te, als MIFLU II bezeich­ne­te hedo­ni­sche Modell zur Berech­nung des Min­der­werts “als hin­rei­chend plau­si­bel und zuver­läs­sig ein­stu­fen [durf­te], ohne Bun­des­recht zu ver­let­zen.”

David Vasella

Posted by David Vasella

RA Dr. David Vasella ist Gründer von swissblawg und Rechtsanwalt und Counsel bei Walder Wyss. Er ist auf IT-, Datenschutz- und Immaterialgüterrecht spezialisiert, betreibt den Blog daten:recht und ist Lehrbeauftragter der Universität Zürich.