Mit Medi­en­mit­tei­lung vom 23. Febru­ar 2012 hat die Wett­be­werbs­kom­mis­si­on (WEKO) bekannt gege­ben, dass eine bereits im Som­mer 2010 eröff­ne­te Vor­ab­klä­rung gegen die Schwei­ze­ri­sche Depe­schen­agen­tur AG (SDA) Anhalts­punk­te für unzu­läs­si­ge Ver­hal­tens­wei­sen erge­ben habe. Die WEKO hat des­halb am 22. Febru­ar 2012 eine Unter­su­chung gegen SDA ein­ge­lei­tet.

Nach Anga­ben der WEKO soll die Unter­su­chung zei­gen, ob SDA ihre all­fäl­li­ge markt­be­herr­schen­de Stel­lung miss­braucht hat, indem sie Kon­kur­ren­ten behin­dert hat. Kon­kret habe die Vor­ab­klä­rung Anhalts­punk­te dafür erge­ben, dass das Preis­sy­stem von SDA auf die Behin­de­rung und Ver­drän­gung aktu­el­ler sowie die Abwehr poten­ti­el­ler Kon­kur­renz aus dem Aus­land aus­ge­rich­tet gewe­sen sei. Ins­be­son­de­re bezie­he sich die Unter­su­chung auf die Umstän­de, wel­che dazu geführt haben, dass die SDA-Kon­kur­ren­tin AP Schweiz ihre Geschäfts­tä­tig­keit per Febru­ar 2010 ein­ge­stellt hat. Geprüft wer­de sodann, ob mit dem Preis­sy­stem von SDA auch Kun­den benach­tei­ligt wur­den respek­ti­ve benach­tei­ligt wer­den.
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: Medi­en­mit­tei­lung vom 23. Febru­ar 2012 (PDF)
Oliver Kaufmann

Posted by Oliver Kaufmann

RA Dr. Oliver Kaufmann hat an der Universität Zürich studiert und war danach als wissenschaftlicher Mitarbeiter auf dem Sekretariat der WEKO tätig. Er arbeitet als Rechtsanwalt und Partner bei Streichenberg in Zürich.